Archiv der Kategorie: Persönliches

Evolution

Der gestrige spontane Besuch und die Unterstützung für Ibinuphis während der “  Seilschaften meets TNG ” erwies sich als voller Erfolg für die Seilschaften sowie TNG. Warum ?

zunächst weil die Besucher der Seilschaften , welche stets Menschen mit ausgewogener Seilliebe beherbergen, die Gelegenheit erhielten, junge im Sinne der Scene junge Menschen kennen zu lernen und mit ihnen einerseits die Erfahrung tauschen aber auch deren Neugierde und Spieltrieb im Seil, die Kreativität und zum Teil ganz anderen Herangehensweisen an eine Bondage kennen zu lernen.

da der Versuch die beiden Stammtische in einer Veranstaltung zusammen dem Thema näher zu bringen auch viele Freunde aus der welschen Schweiz anreisen liess, wurde diese Seilschaft in Oensingen mehrsprachig durchgeführt. In gekonnt strukturierter Ruhe und den Überblick wahrendm brachte den englischsprachigen Welschschweizern Ibinuphis mit feinsprachlicher Unterstützung von Seilschaften Mitglied ROPINA, gut 25 Besuchern die Basics als auch das Grundwissen sicheren Fesselns ( Seilschaften 5. Punkte-Regeln) näher. Da mir meine Englischkenntnisse eher dazu gereichen, sich mit Hand und Fuss gerade so ein Subway-Sandwich zu bestellen , führte ich die deutschsprachigen Beginner in die ersten Geheimnisse erotischen  Fesselns ein.

nach der ersten Stunde waren bereits viele Besucher  in die Seile vernarrt. So folgten sie allesamt dem spürbaren Flow im Raum und es ergaben sich viele schöne Kurzgespräche, hübsche Fesseleien und so manche kleine Evolution bei Besuchern die schon das eine oder andere Mal anwesend waren

So durfte ich einem Rigger zusehen, der in einer Weise Fortschritte gemacht hatte, die ich bis dato noch nicht gesehen habe. Nicht weil seine Technik um Welten verändert worden wäre, nicht weil seine Seile so vollkommen anders waren. Viel mehr weil es mich dünkte, das die Art und Weise WIE er seine Seile führte, so viel mehr an Kraft in sich barg, als ich die letzten Male beobachten durfte.

Und noch lange werde ich hoffentlich diese Momente so geniessen, in denen sich solche schrittweisen Evolutionen leise und sanft inmitten lauten Stimmengewirrs offenbaren. Denn wenn anderen menschen, die glauben zwei Linke Hände oder völlige Fesselspastiken zu haben, plötzlich mit der geeigneten Hilfe und Unterstützung erkennen, dass auch Sie beinahe mühelos schöne und überraschend schnelle wie intensive Bondages *herstellen*  können, ist ihr Gesichtsausdruck und die darin erkennbare Freude bei dieser Erkenntnis jede Minute wert, die wir an den Seilschaften oder den Workshops bei S56 investieren.

Erstaunlich aber auch, dass gerade neue Begeisterte trotz ihrer vielen Fragen nicht vor komplexen Fesselungsanleitungen und den damit verbundenen Sicherheistbedenken zurückschrecken. Sie gehen manchmal ungestüm voran, müssen dann und wann in ihrer Leidenschaft fürs Fesseln gebremst werden , da die Sicherheitsaspekte nicht ausser Acht gelassen werden können. Dennoch empfinde ich eine grosse innere Freude, wenn ich sehe, das ein Abend wie der gestrige Alt und Jung zusammenbringen kann, den hier gänzlich zugeschütteten *Röstigraben* zwischen Deutschschweiz und der Romandie verschwinden lässt und wunderbare Kreativität als auch sinnliche Seilspielereien zwischen Frauen beherbergen vermag.

Was mag dies für die Zukunft bedeuten ?

Ich für meinen Teil empfinde die fruchtbaren Austauschaktionen dieser Art als eine Möglichkeit die immer wachsende , hungrige und wie Wurzelwerk sich immer weiter verästelnde Bondagescene in Europa aber auch den anderen Kontinenten, mit neuer Kreativität einerseits zu befruchten, andererseits aber auch jenen die Möglichket zu geben, Traditionen zu pflegen und zu bewahren. Nicht umsonst ist eines der letzten Urgesteine der japanischen Fesselscene mit seinen Techniken mehr bei der Aktion rund ums Emotionale, der sinnlichen Verführung der Frau, der Weiblichkeit an sich treu geblieben.

Und gerade diese Aspekte faszinieren mich immer mehr.. getreu (m)einem Motto:

soviel Seil wie nötig, sowenig Technik wie möglich

um ein Resultat ( so denn man es SO nennen möchte ) in der gewünschten Form zu erhalten..

aber davon in einem anderen Beitrag

Vielen Dank für gestern  an alle die da waren, vielen Dank Ibinuphis für deine Anregung und Umsetzung der Basics in englisch, als auch Ropina für die teilweise Unterstützung in englischer Sprache

Mino

Dragonrope©


Kinbaku ! Kinbaku !? 3

Die letzten Wochen und Monate haben immer wieder gezeigt, dass verschiedentliche Meinungen hinsichtlich dieser Thematik vorhanden sind. Nun bin ich auch nicht der Spezialist , der diese Thematik vollumfänglich erklären könnte. Allerdings ist es mr in den bisherigen Workshops mit Secret 56 / specialMoments ( erobound) als auch meine eigenen Workshops von Dragonrope stets wichtig gewesen, den neugierigen Seilbegeisterten zu vermitteln, dass Shibari als Grundbegriff für das Fesselhandwerk  und Kinbaku als Zusammenfassung des Art wie ich diese Fesseltechniken in Verbindung mit der geistigen Haltung, der aktiven Umsetzung während des Fesselns, dem Body & Mind verstanden oder gesehen werden kann.

Es ist stets eine Symbiose des Aktiven mit dem Passiven, der durch Sympathie vorbestimmten zusammenkunft zweier Menschen , deren Empathie selbige befähigt, aufeinander in einen energiereichen Fluss der Harmonie während des Fesselns einzugehen.

klingt eigenartig, lässt sich jedoch, wie ich immer wieder feststelle, nur schwerlich in Worte fassen.

Doch wie soll beschrieben werden , was die Schönheit einer Frau, die Anmut , Grazie vielleicht und dennoch das Leiden im Seil, welches so sinnlich und erotisierend sein mag, ausmacht ?

Jede Frau ist in ihrer Art des Leidens um einmal den Begriff so zu definieren, einzigartig. Manche tut dies mit einem wunderbar verklärten  Blick der in Fachkreisen auch mit MUGA gleichzusetzen wäre. MUGA.. einer Leere  die gleichzeitig vollkommene Achtsamkeit und Präsenz während eines traceähnlichen Zustandes als Erklärung dienlich machte.

Beim Beschreiben dieser  Augenblicke der Tiefe , der Nähe und der Gemeinsamkeit während einer Seilzeit, wie unglaublich schwierig es doch ist  diese Emotionen bildhaft darzustellen. Denn gleichermassen wie ich als Aktiver präsent sein muss um den Passiven in allen seinen Reaktionen wahrzunehmen, so kann und darf ich diese Präsenz auch für mich selbst nutzen. Diese vollkommene Hingabe , die Lust und das Vertrauen jener Person die sich mir offenbart während dieser 2 Stunden voller Seile, Wärme und Nähe, birgt eine Liebe in sich die man nur nach und nach begreifen kann.

im nachfolgenden Video von Sensei Osada Steve mit den Anmerkungen von Yukimura Haruki ( japanisch )  , geht Osada Steve kurz auf die Verbindung der Martial Art und Shibari ein.

* gesprochene Worte können lügen.. offenbarte Gefühle jedoch nicht *

im Aikido sagt der Begriff allein schon aus was es ist..

Ai  = Liebe

ki = Energie

do = der Weg

So mag das Seil einer Frau ihre Grenzen zeigen, sie fesseln und bändigen, sie einengen und ihrer Freiheit berauben. Ein Kampf der Geschlechter sozusagen. Doch geschieht dies, selbst wenn es mal etwas grober oder schneller, heftiger und intensiver  zu und her zu gehen scheint, stets aus Liebe und Sorge um den Partner. Mitgefühl und Verbundenheit.. eine Art der Liebe im Augenblick für diesen Menschen

Nicht zwingend  ist der Gefesselte auch der Lebenspartner des Aktiven. So sind Frauen die eine Seilzeit erleben so etwas wie ein mir anvertrauter Schatz, ein Geheimnis das mir offenbart wird oder jedem Rigger / Aktiven, der dieses Geschenk der Hingabe erhält. Warum also dieses nicht mit Liebe füllen ?

So berauscht es dann und wann ungemein, wenn Harmonie mit nonverbaler Kommunikation das Spiel der Seile auf offene Grenzen trifft und beinahe alles möglich erscheint.

Mino

DRAGONROPE©

ältere Beiträge zum Thema Kinbaku:

kinbaku! Kinbaku?!

Verführungskunst durch das Seil 

Kinbaku! Kinbaku ?! 2 oder *a good Ropebunny*


die Nacht der Spieler

a dark Night in Nurnberg..

die Nacht der Spieler

Die Nacht der Spieler, so hiess das diesjährige Herbstmotto des Gastgebers , der erneut zur Burg lud und uns mit einigen neuen und vielversprechenden Ideen bei Laune hielt.

Dennoch war die Anfahrt erst mal von einer Hektik geprägt , bis wir  endlich auf der Autobahn dahinrasten und die Zeit  im Brummen des edlen V8 nur so dahinschoss. Doch nach gut 6 Stunden Autofahrt waren wir wieder im schönen Frankenland, der fränkischen Schweiz sozusagen :)

die Burg präsentierte sich im herbstlichen Kleid und der Nebel des Abend schlich über die sanften Hügelkuppen und bekundete die herrliche Stille dieses Ortes, an dem keine Autobahn vorbeiführte, keine Elektromasten surren und keine Kinder ihre nervensägenähnlichen Fähigkeiten unter lautstarken Beweis stellten.

Nicht das ich Kinder nicht mögen würde, doch derzeit ist es ein intimer Genuss, diese Stille voll und ganz auskosten zu können. Schnell das Tripod aufgebaut, unter die Dusche gehüpft und sich in den feinen Zwirn , erneut im sportiven Dandylook der goldenen 20erJahre geswingt und sich auf das festliche Essen gestürzt.

Erstaunlich dass dieses Mal aufgrund des veränderten Burgmodus und einer anderen Art des Spielens und zum spielen Kommens ;) , viele schicke Leutchens in ganz unterschiedlichen und nicht ganz so LLLlastigen Kleidern anwesend waren. Da war es auch schön zu sehen , dass all die Bekannten die mittlerweile  zur Familie gehören dem Ruf des Freiherrn folgten und sich dem geselligen Spiel , dem rauchigen Zocken , den FalschspielerInnen und anderen gemeinen Burschen  wie PokerfaceJack  , FlickTrick-McKenzie oder PinkiePrincess am Drehteller hingaben. Doch nur wer der Zimmerdame die nötigen *Nuggets* als Wegzoll zahlen konnte, wer im Spiel der Spiele Glück sein Wegbereiter nannte, der durfte sich hinab in die Gruft bewegen und edleren Gestalten beim heissen Spiel  der Lust, mit kühlen Getränken sein erhitztes Gemüt beruhigen, bei swinging Jazz die Bühne der Eitelkeiten betreten.. und selbst Frankie buhlte um die Gunst der Gäste in dem er von seiner Stadt und irgendwo da drüben sang.

.. wow, wie cool war der Abend als die Glückssträhne beim Würfelspiel kaum ein Ende zu nehmen schien und das Lakritzschneggschä seine Behausung beinahe räumen musste weil BazookaPowder Mino ihr fast alle Nuggets aus der Kasse zockte.

Erst als Zimmerdame *VelvetLisa* die Männerschar becircen wollte und grossen Spruches freiwillig in den dunklen Käfig sitzen wollen würde, wenn nur die Herren 10 Steine sprich Nuggets spendeten. Doch  VelvetLisa hatte nicht mit den eingeschworenen 3bulletJoe, MagicCardPinkerton und BazookaPowder Mino gerechnet die umgehendst mehr als 10 Steine beisammen hatten um dieses Schauspiel sogleich in die Tat umzusetzen.

So war der ganze Abend von kleinen oder grösseren Zockereien beseelt und durch die leider etwas gemässigte Anzahl der Gäste ( die echt was verpasst  haben ) wurde das Mitternachtsdessertbuffet nicht wie sonst üblich bestürmt sondern konnte in aller Ruhe schmausend und weiterhin zockerisch genossen werden

der Samstag dann war leider mit viel zu langem Ausschlafen , nur einem kleinen Frühstück für uns bedacht, denn die anderen Gäste schwangen bereits ihre Hufe oder vielmehr die Pferdestärken um an die besagten Ausrittsorte in den Tropfsteinhöhlen und anderen hochprozentigen Besichtigungsorten vielerlei Geheimnise über Brände, Maische, Geistreicheres und klares Wasser zu erfahren. Wir derweil genossen Kaffe und Kuchen bei Freunden und hernach einige Zeit der Besinnung bevor es dann am Abend nochmals hochherausgeputzt in den Familienabend ging.

Feinste Seilereien und einen Feuerengel im Flug zu neuen Ufern getragen , liessen mich vollkommen in meiner Welt versinken und so bemerkte ich die heranbrausende Mitternacht nicht. Eh ich mich versah.. schlummerte ich bereits wieder in den ruhigsten Gefilden des Frankenlandes.

Wie schade, das am nächsten Morgen zwar allesamt schon frühzeitig auf waren, sich beim Frühstück schon wieder herzlich auf kommende veranstaltungen freuten, dennoch eine unbestimmte Triebtöätigkeit spürbar war. Heuer war die Aufbruchstimmung sehr viel früher da. Dennoch gab es einige Tränen die jedoch allesamt  von Vorfreude auf das Dinner Bizarre im neuen Jahr kündeten.

So kann ich nur sagen.. Leuts, lasst euch die Nacht der Spieler  bei einem erneuten Treffen der Zocker, der Spieler, Gambler, Zinker und leichten Damen  nicht entgehen und werdet selbst zu einem spannende Teil dieser lustigen Idee

so oder so ein herrlicher CLOU

mir hats gefallen und ich denke ich werde beim nächsten mal noch mehr zocken und.. gewinnen :)

an dieser Stelle meiner Begleitung und *Herz-dame* ein riesen Kompliment für das schicke Outfit

Mino

Dragonrope©


Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Join 78 other followers